Hallo Lima, da bin ich

Lima ist groß, Lima ist eine Wüstenstadt, in Lima regnet es nie. Und dann kam Stefanie… Und es regnete 8)

Aber das störte zumindest mein Gemüt keineswegs, als ich den Flughafen verließ und Limas Straßenbild in mich aufsog. Im Landeanflug bestach die Stadt mit Ästhetik. Ähnlich wie Mannheim oder Manhattan ist Lima in Quadraten angelegt. Wenn das ganze dann beleuchtet ist, sieht das von oben einfach toll aus. Mein Sinn für Ordnung ist zwar nur rudimentär ausgebildet, doch sowas gefällt mir dann durchaus ;-)

Bei Tag wiederum… ja… Da fällt mir nur ein „Ist das Kunst, oder kann das weg?“. Viele Gebäude machen den Eindruck eines Rohbaus, so, als würde da überhaupt nichts drin sein. Aber wie auch? Die Menschen sind ja alle draußen auf den Straßen. Lima lebt. Das, was ich in Deutschland stets vermisse und bereits in Sri Lanka und Südafrika erlebt habe, gibt es auch hier: Lebendigkeit und einen wunderbar chaotischen Straßenverkehr.

STVO in Lima kurz erklärt:

1. Fahre stets so schnell, wie es möglich ist. Kündige Dich mit einem Hupen an!
2. Wenn vor dir jemand bremst – egal warum – hupen!
3. Wenn dort Schilder mit dem Hinweis „Bitte leise!“ sind – hupen!
4. Nur zwei Spuren? Hupen und eine dritte eröffnen.
5. Jemand will an Dir vorbei? Dreist! Arm raushalten, ihn vorbei winken und hupen!

Das Ganze macht schon als Beifahrer viel Spaß, vielleicht sollte ich mir ein Auto leihen und mal eine Stadtrundfahrt machen (Mama, sowas liest Du gerne, gell? :D).

Morgen geht es nach Cusco. Meine Internetanbindung ist mau, aber I do my best.

Grüße aus Lima,
Sig