Rush-Hour in Lima

„Don’t make me cloooohooooose one more door, I don’t wanna hurt anymore, stay in my aaarms, if you dare…“

Seit dem Landeanflug in Amsterdam habe ich beinahe durchgängig diesen Song im Ohr… (Joha und Mel, ihr wisst, was das heißt? :D Unsere Karaoke-Performance wird einmalig, ich freu mich drauf :D ), auch, nachdem ich nun wieder in Lima gelandet bin und mehr als 2 Stunden schweigend neben dem Taxi-Fahrer saß, der uns durch die Rush-Hour lotste. Für diesen Weg hatten wir außerhalb der Rush-Hour letzte Woche 50 Minuten gebraucht….

Lima ist voll von Autos, es fehlt ein Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln. Denn das beschränkt sich hier auf eine Hochbahn und zwei oder drei „Metropolitan“-Linien (= Bus), sowie auf einige weitere Busse. Auch Fahrradfahrer sieht man selten. Bei einer Stadt mit mehr als 8,5 Millionen Einwohnern sind die Straßen stets und ständig verstopft. Im Feierabendverkehr geht es kaum vorwärts. Die Fahrt zog sich wirklich endlos hin. Doch das war auch gut so. Denn erst jetzt begriff ich, wo ich gerade bin und hielt für einen Moment den Atem an.

Wie so oft dauert es bei mir einige Zeit, ehe ich wirklich ankomme. Die Erwartung, vor Freude platzen zu müssen, die von Freunden und Bekannten oft suggeriert wird, lähmt mich meist in meiner Begeisterung. Doch glücklicherweise gelang es mir bisher immer, diese Blockade zu lösen. So nun auch in Peru. Und das tat gut.

Innerlich gelöst und äußerlich plitschnass geschwitzt wurde ich von Gina, meiner freundlichen Gastgeberin und Vorsitzenden der NGO mit der wir als Stiftung zusammenarbeiten (dazu demnächst mehr) und ihrem Mann Willi wieder herzlich in Empfang genommen. Bald darauf zeigte mir Willi, ein hervorragender Fremdenführer (!), den Stadtteil Miraflores und wir ließen den Abend bei einem Pisco, dem Nationalgetränk schlechthin, ausklingen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Unsere Reise nach Satipo mussten wir aus logistischen Gründen auf Morgen verschieben, sodass ich heute als brave Touristin einige Museen besucht habe. Dabei war ich vor allem im Stadtteil Barancco unterwegs.

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Morgen geht es nun in der Früh nach Satipo in die Region Junin. Die Fahrt wird mehrere Stunden dauern und ich freue mich sehr darauf, denn so kann ich noch mehr von diesem wunderschönen Land sehen. Wir werden einen Pass auf fast 5.000 Metern Höhe überqueren und ich hoffe, dass mein Kreislauf auch diese Probe gut überstehen wird.

Wie gut oder weniger gut meine Anbindung ans WorldWideWeb sein wird, kann ich leider nicht abschätzen. Doch sobald möglich, lasse ich hier wieder von mir hören. Ich möchte mich an dieser Stelle sehr bei euch Lesern bedanken. Die Zugriffszahlen sind bombe :) :) :) Und so habe ich in den letzten Tagen auch immer wieder an die Menschen gedacht, die mir wichtig sind und denen ich scheinbar wichtig bin. Schön, dass es euch gibt!

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Herzliche Grüße,

Sig