Stefanie Maria Ssanyu Nante

Heute war ich mit Pfarrer Charles 6 Stunden in den abgelegensten Orten rund um Buyamba unterwegs. Es ist Sonntag, und als Teil der Pfarrers-„Familie“ war ich eben bei drei Messen dabei… Die dauern hier bis zu zwei Stunden. Bei der dritten aber bin ich zwischendurch hinaus und habe die Kiddies fotografiert. Hauptgrund meiner Flucht war aber, dass ich mein Portemonaie im Zimmer vergessen hatte. Das war natürlich superblöd bei der Kollekte… :-( Superblöd!!! 

Zudem hat mich der Father in meiner Funktion als Stiftungsvertreterin, aber auch persönlich (vor allem als frisch Getaufte) immer ziemlich ausgiebig vorgestellt und ich wurde dann auch immer nach vorne gebeten und musste spontan etwas sagen. Ich habe mich, so lassen es die freudigen Reaktionen erahnen, wohl ganz gut geschlagen und sogar ein Gastgeschenk bekommen: Eine Flasche Wasser. Es fiel mir schwer, so etwas von Menschen anzunehmen, die keinen Strom haben. Gastfreundschaft können wir uns hier abschauen, aber das sagte ich ja schon einmal. 

Mein Clan: Kühe!

Seit heute Morgen bin ich um zwei Namen reicher und werde mich künftig am Telefon so melden:

Stefanie – der Name, den mir meine Eltern gaben

Maria – der Name, den ich zur Taufe erhielt

Ssanyu – der Name, den mir die Natur gibt, „dein Lachen ist es, welches Dich für den Namen Ssanyu, das bedeutet Freude (happyness), qualifiziert“, sagte „the young old man“ (ein Don Bosco Bruder, der einige Tage hier zu Besuch war)

Nante – der Name meines Clans ;-) „Du isst kein Fleisch, und hier ist Fleisch hauptsächlich von Kühen. Du respektierst das Leben der Kühe, deshalb sind Kühe dein Clan!“ (nante = Kühe) 

Ich finds gut :-) 

Übrigens: In den Gottesdiensten hier wird gefeiert! Da wird geklatscht, sich gefreut, getanzt… Schön!
 

Stadtbild

   

Buyamba

 

Eine Art Selfie

  

Volle kleine Lehm-Kirche

 

Viele Grüße,

Stefanie Maria Ssanyu Nante 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.