Stefanie mit zerzaustem Haar und nunmehr rosa Näschen meldet sich zu Wort

Ich sitze gerade im Bircher Benner, einem vegetarischem Restaurant in Lima, trinke – total toll! – Karambolasaft und bin ganz gespannt auf mein, äh, „Vegetarisches Fleisch mit Kürbis, Mais-Sauce, Koriander, Reis, Yuca und Dip“. Das klang so abenteuerlich, dass ich es bestellen musste ;-) Und so sah das dann aus:

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War aber lecker ;-)

Ich komme gerade von meinem Ruinen-Trip wieder (hier gibt es mitten in der Stadt zwei Ausgrabungsstätten, spannend! Die eine hatte jedoch leider heute geschlossen) und freue mich, dass ich sie heute nun endlich hatte: Die durch-Taxifahrer-Selbstwert-Push-Situation, muhahahaha. Nachdem ich mich in meinen Peru-Tagen ja super unattraktiv finde (hohe Luftfeuchtigkeit führt dazu, dass ich mein Haar einfach nicht bändigen kann, Hitze führt dazu, dass Make Up überflüssig bzw. flüssig ist, schrecklich!!! ;-) ) und schon schier verzweifelt war, da nicht ein einziger Taxifahrer mich heiraten wollte (Yusufpendant, wo bist Du nur?) trat Carlo in mein Leben ;-) ;-) ;-) In einem Gruscht aus Englisch, Spanisch und Körpersprache gab er mir zu verstehen, dass deutsche Frauen ja ganz beautiful seien und er geschieden ist, gefolgt von der Frage, ob ich single sei. Aus Sicherheitsgründen antwortete ich, dass ich einen Freund hätte. Kurz vor Fahrtende wiederholte er die Frage nochmal, doch ich musste ihn wieder enttäuschen. Armer Kerl :-) Aber juchu, ich habe derartige Situationen schon vermisst 8-)

Im Bus durch Miraflores

Es ging sehr freundlich weiter. Denn da ich relativ viel durch die Gegend laufe und heute etwas gerädert bin (knacksendes Innenohr und andere kleinere Wehwehchen; Mama, kein Grund sich zu sorgen :-) Willy, das Semikolon da ist nur für Dich :D ), bin ich ganz spontan in einen dieser Busse eingestiegen, die hier durch die Gegend fahren. Da springen dann immer so Männer heraus und bewerben die Fahrt mit diesem Bus. Ich wollte Richtung Küste fahren und in oben erwähntes Restaurant einkehren und wusste, dass ich da geradeaus muss. Ich dachte mir: Wenn der Bus irgendwo abbiegt, steige ich eben beim nächsten Halt aus. Doch die Peruaner sind ja ein sehr freundliches Volk und wollten wissen, wo ich hin möchte. Blöd nur, dass wir uns sprachlich nicht verständigen konnten. Habe also meinen Stadtplan von Miraflores gezückt und gezeigt, wo ich hinmöchte. Der Fahrer, der mir zugleich den Platz neben sich anbot, fand das alles ganz witzig, dass ich da einfach einsteige, keinen Plan habe und kein Spanisch spreche XD Ich fand das auch witzig, und ich glaube, er ist sogar einen ganz kleinen Umweg extra für mich gefahren. Und der Beifahrer ist sogar mit mir ausgestiegen und hat mich zur nächsten Touri-Info-Stelle gebracht. So lieb!!!

Mittlerweile sitze ich übrigens im „Parque Alfredo Salazar“ mit Blick auf’s Meer. Meine Blogbeiträge sind sozusagen Multilocational :D

Und hier noch einige Irrungen, Wirrungen und Feststellungen:

In Lima, bzw. wohl generell in Peru ist alles soooooo weitläufig. Ich bin immer gefühlt ewig unterwegs um von A nach B zu kommen. Außerdem haben es die Peruaner selten eilig. Da steht man schonmal 10 min. an der Kasse, auch wenn man nur zwei Kunden vor sich hat… Meiomei.

Und was auch immer wieder toll ist: Da möchte man nur seinen Einkauf zahlen. 29,47 Soles. Aber irgendwie ist so ein einfacher Tathergang selten ganz einfach möglich. Denn es kommen immer irgendwelche Rückfragen. 29,47 Soles. Ich gebe der Dame 30 Soles. Und sie babbelt irgendwas los. Ich versuche möglichst super eindeutig so zu gucken, dass ganz klar wird, das ich sie nicht verstehe und einfach nur zahlen möchte. Aber das geht nicht. Noch einmal eine Aneinanderreihung mir fremder Worte. Ich: „no español“, und nochmal ein paar Sätze. Hilfe XD Das ist mir mittlerweile in unterschiedlichen Situationen bereits häufiger passiert. Aber die Peruaner sind eben ein freundliches Volk :D

Morgen geht es zurück nach Frankfurt. Karoshi, karoshi.

Stefanie

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