Into the Jungle – Teil 2 + 3

Guten Morgen Lima! Zeitmangel und Müdigkeit ließen meinen Blog beinahe verhungern. Dabei gibt es soviel zu berichten.

Zum Beispiel gab es für mich am Donnerstagabend ein weiteres persönliches Highlight: Das erste mal seit 2008 wieder TukTuk fahren :-) :-) :-) Wobei die kleinen Fahrzeuge hier „Mototaxis“ heißen. Gabriella und ich wollten Satipo noch etwas kennenlernen und so ließen wir uns an all‘ den bunten Läden vorbei treiben, an den Lädchen für Handys, Süßigkeiten, Plastikkram, Schuhe, Obst, Lebensmitteln, Krankengeräten, Fotografierzubehör, Matratzen etc. Und zwischendrin all‘ die zerfledderten Hunde und Katzen. Peru lebt, wie gesagt ;)

Was ich ja wirklich vermissen werde sind die Jugos (pürierte Früchte, ein wenig Smoothie-mäßig), die es hier total günstig gibt. Die Auswahl an Früchten ist super vielfältig. Was ich bis Lima nicht kannte, ist z.B. die Lucuma. Eine Frucht, die vom Aussehen her etwas an Avocados erinnert. Wenn sie püriert wird, ist sie etwas sämig und hat einen wunderbar süßlichen Geschmack, könnte ein speziell zubereitetes Dessert sein, ist aber schlicht eine Frucht, die sehr sättigend ist. :-)

Und wie ist das bei euch?

Seit Donnerstag wurden wir von Yohei und Dante begleitet. Das Mini-Kamera-Team wird einen Image-Film zu Creciendo schneiden. Wir trafen uns mit den Beiden noch auf einen Jugo am zentralen Platz Satipos und tauschten uns über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Alltäglichkeiten aus.

Es ist z.B. total normal, dass junge Männer solange daheim wohnen, bis sie heiraten (sofern sie sich zu Ausbildungszwecken nicht geografisch weiter bewegen müssen). Ich finde das ja ziemlich unsexy, aber isch leb‘ ja nisch in Lima ;D

Wenn man studieren möchte, ist eine gute Schulausbildung sehr wichtig. Staatliche Schulen bieten diese Qualität nicht – anders als bei uns -, sodass der Besuch privater Schulen nötig ist, der natürlich entsprechend Geld kostet, wie auch der Besuch der Universität. Die Beiträge ähneln denen für private Ausbildungsinstitute in Deutschland.

Into the jungle – Teil 3

Am Freitag wurde es dann schon abenteuerlicher: Wir besuchten zwei weitere Schulen, die von Creciendo unterstützt werden. Die Fahrten dorthin sind ab Satipo relativ lang (ca. 1 – 2 Stunden). Wobei die tatsächliche Fahrtzeit davon abhängt, wie die Straßenverhältnisse sind. Die Regenzeit neigt sich jetzt zwar langsam dem Ende zu, dennoch gibt es ab und an eine warme Dusche. Für verschwitzte Gringos ist das natürlich eine angenehme Abkühlung. Doch schlammige Straßen werden da zu einer Rutschbahn, die auch den stärksten Allrad-Antriebs-Arbeitstieren alle Kräfte abjagt.

Wir, d.h. Gabriella, Yohai, Dante, eine Journalistin, mehrere Kartons Schulpakete, Kamera, Videoausrüstung und ich drängelten uns auf die Ladefläche des PickUps, genossen die warme Sonne solange, bis sie zu warm war und stellten uns dann mit Blick auf die Fahrbahn hin um uns im Fahrtwind abzukühlen. Top!!

Zu den besuchten Projekten von Creciendo schreibe ich hier mehr: patriziakinderhaus.wordpress.com

Freitagabend fielen wir dann nach unserer Rückkehr recht bald hundemüde ins Bett.

Viele Grüße,
Sig

Grüße!

Ich melde mich am Montag! Einen neuen Beitrag gibt es hier:

patriziakinderhaus.wordpress.com

Hier noch ein paar Impressionen meiner bisherigen Reise:

Ollantaytambo:

Machu Picchu:

Cusco:

It’s a little bit Mogli, this feeling inside – Teil 1

Da ich in meiner Position als Projektleiterin der PATRIZIA KinderHaus-Stiftung unterwegs bin, ist Sinn und Zweck meiner Reise vor allem die Finalisierung des neuen PATRIZIA KinderHauses hier in Peru. Details dazu gibt es ab Morgen hier: patriziakinderhaus.wordpress.com

Wir als Stiftung arbeiten bei diesem Projekt sowohl mit dem Architekturstudiengang der Universität Stuttgart, als auch mit der NGO Creciendo zusammen, dessen Leitung Gina Pezet obliegt. Ich hatte sie ja bereits erwähnt. Zusammen mit Pellusa und Gabriella, Mitarbeiterinnen bei Creciendo, besichtigten wir heute eines der Pilotprojekte der Organisation hier in der Nähe von Satipo, eine Schule.

Für mich war das auch eine tolle Gelegenheit, endlich ein paar Kinder vor die Linse zu bekommen. Die Kleinen fanden es anschließend sehr spannend und witzig, sich selbst auf dem Display der Kamera zu sehen <3 Ich ließ die Mäuse schauen und es erwärmte mein Herz zu sehen, wieviel Freude sie daran hatten. Da ich keinen Zugang zu einem PC habe, kann ich alle Bilder erst nach meiner Rückkehr in Deutschland einstellen. Doch aus der Not heraus, habe ich jetzt einfach ein paar der Bilder vom LCD-Bildschirm der Kamera abfotografiert. Daher hier ein kleiner Eindruck: image

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Into the Jungle

Nach unserem Besuch der Schule führte uns Gina zu einem wunderschönen Wasserfall. Um zu dessen Fuß zu gelangen, waren feste Schuhe und ein Quantum Abenteuerlust gefragt. Denn der Weg dorthin führt bergabwärts und war so richtig Regenwald-mäßig: Glitschig, matschig, steinig, grün, große Ameisen, kleine Ameisen, ein Bächlein, Lianen und ein steiler Abhang. So kraxelten wir hinunter und genossen schließlich den wundertollen Anblick eines großen Wasserfalls.

Wie es weiterging, berichte ich Morgen. Mir fallen schon wieder die Augen zu. 22 Uhr peruanische Zeit. 4 Uhr deutsche Zeit. Mein Brain arbeitet nur noch auf Basisprogramm (was sich übrigens auch immer wieder daran zeigt, dass mir plötzlich die einfachsten englischen Worte nicht mehr einfallen…).

Schnaaaaarch,

Sig

PS: Liebe Abonnenten, leider funktioniert die Abo-Funktion nicht und ich kann das Problem hier aus der Ferne nicht beheben :( Daher ab und an reinklicken :) Danke euch allen für euer Interesse an meinen Zeilen!!!

Grüße aus dem Regenwald

12 Stunden Autofahrt können verdammt lang sein. Von Lima machten wir uns heute Morgen um 6 Uhr auf den Weg nach Satipo, ein Ort im Regenwald der eigentlich nur ca. 460km von Lima entfernt liegt. Bedingt durch Verkehr, Baustellen und Straßenverhältnisse waren wir jedoch dreimal länger unterwegs, als es in Deutschland üblich ist (sofern man sich nicht mit der Deutschen Bahn fortbewegt……).

Wir durchfuhren u.A. ein Gebiet, in dem Mineralien, v.a. auch Blei abgebaut werden. Die schlechte Luft war vermutlich das pure Gift und ich habe mir sicher meine Ladung Blei für’s Leben abgeholt. Wir fuhren außerdem zunächst hoch und dann wieder herunter. Die höchste Stelle lag auf 4818m. Überraschenderweise spürte ich nur über ein kurzes Ohrensausen den Höhenunterschied. Bis jetzt bin ich also immer noch unverwüstlich. :D

Die Strapazen der Fahrt wurden jedoch mehr als belohnt. Der Regenwald ist wunderschön. Ich genoss die Natur (soweit im Auto möglich), während die Luft durchs Auto wehte und ich tatsächlich besagten Houston-Song hörte… Der passte im dramatischen Aufbau aber absolut zu dieser Fahrt.

Ich bin nun also im peruanischen Regenwald… Wahnsinn!

Da ich absolut k.o. bin, gibt es jetzt aber nur diesen kleinen Gruß aus Satipo.
Sig