Raindrop-Power

Today please check out: http://patriziakinderhaus.wordpress.com

Dazu noch eine kleine Ergänzung:

Es hat heute einfach nicht mehr aufgehört zu regnen. Und so schwangen Mark und ich uns auf’s Moped und fuhren im Dunkeln durch den Regen eine Stunde zurück nach Peramiho. Das war wirklich etwas dangerous, aber wir haben trotzdem viel gelacht, gesungen (ja! haha) und geplaudert. Dabei wurden wir beiden immer nasser und auf der Landstraße war es dann schon etwas spooky, dabei war es gerade erst kurz vor 20 Uhr: Nebelwolken, die Dörfer wie ausgestorben (wer kein Strom hat, sieht nichts mehr und geht eben früh zu Bett), die Straße holprig und nass. Aber wir sind gut angekommen und hatten einen schönen Tag :-)

Viele Grüße,
Stefanie

Copy & Paste & Kauwert

Grüße aus Peramiho. Hier ist es seit heute Nachmittag regnerisch. Das musste so kommen, schließlich habe ich heute Wäsche gewaschen, die hängt draußen ;-)

Nach einer wieder wunderbar inspirierenden Englisch-Stunde mit den entzückenden Novizinnen habe ich mich heute das erste Mal alleine auf nach Songea gemacht und mich mit meinen paar Swahili-Worten ganz gut durchgekämpft. Und ich habe für mich selber mal wieder gelernt, dass es für den „Angstpegel“ mildernd ist, wenn man sich einfach total cool und sicher fühlt. Und so bin ich einfach durch die Stadt mit der inneren Einstellung „Ich bin total lässig und kenne mich hier aus, was soll passieren?“ gelaufen. Hat gewirkt, denke ich ;-) Eigentlich muss man nur sehr aufmerksam sein und auf sämtliche Ansprache im Zweifelsfalle mit „Ahsante“ antworten, haha.

Copy & Paste
Was ich ja mal wieder total afrikanisch fand XD Habe mein Ticket für den Inlandsflug heute im Internetcafé gebucht und wollte das dann ausdrucken. Für einen Ausdruck soll man die Datei aber erst einmal auf einen Stick ziehen. Nur leider gab es keinen PDF-Creator o.Ä.. Die Inhaberin machte es dann so: Einfach die Seite im Browser öffnen, alles markieren, die Grafiken extra abspeichern und dann in einem Word-Dokument wieder zusammenpuzzlen. Da es sich nicht um eine Boarding-Card handelt und man bei AuricAir eh einfach nur den Ausweis zeigen und den Buchungscode nennen muss, habe ich dieses Provisorium lächelnd hingenommen ;-)

Kauwert und so
Im Nachgang zu meinem getrigen Bericht noch ein paar Dinge zum „Kauwert“: Nach dem, was ich so erfragt und mitbekommen habe, beläuft sich das monatliche Haushaltseinkommen hier auf ca. 180 – 300 €. D.h. 15 € Gebühr für TV-Empfang sind viel. Für das Schuldgeld müssen die Eltern pro Kind monatlich ca. 20€ einplanen (für private Schulen, das Ausbildungsniveau staatlicher Schulen ist katastrophal), eine Fahrt mit dem Bus von Peramiho in die größere Stadt Songea (ca. 40min. Fahrtzeit) kostet jeweils 1000 TSH, d.h. 50ct, eine große Flasche Wasser kostet ebenso 50ct, ein Moped ca. 500 € (älteres Modell). Lebensmittel werden viel selbst angebaut. Das meiste Geld muss wohl für den „Hausbau“ zurück gelegt werden. Mark hatte mir erklärt, warum die Öffnungen für die Fenster in den Häusern abgehangen sind, bzw. mit Ziegelsteinen befüllt sind. Das liegt daran, dass die Familien ihr Haus erst nach und nach fertigstellen und Fenster eben teuer sind…

Facebook-Einführung für Sr. Elisabeth
Nach der Fortführung des Englisch“unterrichts“ an der Nähmaschine für die Postulantinnen heute, durfte ich Sr. Elisabeth in ihrer Zelle (so nennt man die Zimmer im Kloster, in denen die Schwestern wohnen) besuchen und ihr Facebook etwas erklären. Das war sehr nett :-)

Hier noch ein paar Eindruecke von Gestern und Heute und mal ein Foto von meinem taeglich viel zu reich gedeckten Tisch =)

Gute Nacht für heute ;-)

Welcome, welcome, how do you do?

Mit diesem Lied wurden wir heute von den kleinen Mäusen in der Vorschule begrüßt. Und ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht so sicher darüber, wie es mir geht. Es passieren soviele Dinge. Verrückte Sachen, schöne Sachen, entzückende Sachen, witzige Sachen, viel zum Nachdenken und ganz viel Neues. Ich bin aus beruflichen Gründen hier und dennoch natürlich persönlich und privat ebenso da – logisch. Die Balance zwischen professionellem Auftreten als Stiftungsvertreterin und den persönlichen Befindlichkeiten ist nicht einfach.

Eigentlich mache ich hier drei große Erfahrungen auf einmal

1. Beruflich (mehr zur Eröffnung des KinderHauses unter patriziakinderhaus.wordpress.com)

2. Tansania mit all‘ seinen Eigenheiten

3. Religiosität und Klosterleben.

Wer mich kennt weiß, dass ich mit 3. bisher nicht soviel zu tun hatte. Und ich mache hier ganz persönliche Erfahrungen damit, die ich nach meiner Rückkehr wohl noch intensiv nachverarbeiten muss… Eijeijei ;-) Und damit habe ich vor meiner Reise so gar nicht gerechnet…

Heute muss ich es bei diesem kleinen Beitrag belassen. Ich bin nämlich ziemlich müde und berichte dann Morgen von unserer „Schnell was in einem einfachen Restaurant essen gehen“-Experience…

Es scheint übrigens, dass sich Internet und Wasser aus der Leitung hier abwechseln… Ich hatte gestern Morgen und gestern Abend, sowie heute Nachmittag hier Wasser, aber kein Netz. Und nun habe ich kein Wasser mehr, doch dafür Netz ;-)

Good night,
Stefanie

Wir sind da flexibel

Halleluja, das Wasser fließt heute wieder. Das hat gleich mehrere Vorteile:

1. Keine Katzenwäsche, heute gab es eine echte, kalte Dusche. 8)
2. Drei Tage mit heller Leinenhose in Afrika unterwegs, und jene präsentiert sich in neuen Farbabstufungen, zumindest so ab Knie abwärts. Ich habe sie jetzt waschen können (jaaaa, ich habe nur eine lange Hose dabei, und eine kurze, und eine Jeans. Jedoch habe ich erst hier festgestellt, dass meine T-Shirts farblich mit der kurzen, türkisblauen Hose nicht sooo harmonieren, und da erst am Montag eine Shoppingtour mit Sr. Pia geplant ist, muss ich eben waschen, logisch :D )
3. Man dreht den Hahn auf, und es kommt Wasser heraus. Das ist doch eine tolle Sache!

Peng, Puff, Auto futsch

In Vorbereitung auf Morgen, sind wir heute nach Songea zu den neuen Waisenhäusern, Schule usw. gefahren. Zu Fahrtbeginn lobten wir noch den guten, 18 Jahre alten Toyota, überholten einen liegengebliebenen Bus… dann rief Sr. Rosann „ooooh, this is me“. Wir wussten noch nicht recht, was sie meinte. Doch nur einen Bruchteil an Sekunden später war der gesamte Innenraum des Wagens voller Qualm und der Motor verließ uns. Wir schafften es noch bis zum Straßenrand, und halfen etwas nach. Auch ein derart große Auto lässt sich durch die Gegend schieben, und ich habe seit Peru da ja Erfahrung :-)

Wie gut, dass wir noch nicht allzu weit gekommen sind, sodass einer der hiesigen Arbeiter der Missionsstation mit einem anderen Wagen kam und wir umsatteln konnten. Wir (Sr. Pia, Sr. Rosann, Monique, Leon und ich) sind ja flexibel und nahmen alles mit Humor.

Pipi, Phonecard, KinderHaus

Wenig später war ich über die Gespräche um mich herum etwas verwundert. Alle redeten von „Pipi“, dabei wird dieses Bedürfnis hier doch ganz vornehm per „I need a bathroom“ ausgedrückt. Ein paar Lacher später war klar, „Pipi“ bedeutet soviel wie Süßigkeiten, die wir dann auch besorgten. Auch afrikanische Kinder freuen sich über Bonbons.

Wir schwärmten außerdem aus, um zwei Sim-Karten zu kaufen. In Songea gibt es jede Menge bunte Shops am Straßenrand, und jeder hat sich auf irgendwas spezialisiert. Mehr oder weniger. Es gibt viiiiiiele Stoffläden (wuaaaaah, ich freue mich auf’s Shopping. Hier finde ich sicher einen tollen Stoff, aus dem ich ein Kleidschen nähen kann :-) Nach meiner Dirndl-Selfmade-Challenge bin ich guter Dinge, dass hinzubekommen 8-) ), viele Läden, wo man Fahrräder kaufen kann (schade, dass ich mit dem Flugzeug hier bin ;-) ) und man sieht ständig eine Auswahl an Holzbettgestellen XD Ich mache am Montag mal ein paar Fotos.

Ja, wo war ich stehen geblieben? Achja, Sim-Cards. Die Tatsache, dass wir eine „Phonecard“ kaufen wollten, ist überhaupt nicht interessant. Aber die Zwischenüberschrift „Pipi, Phonecard, KinderHaus“ klang jetzt einfach so gut, da musste ich das einbauen ;-)

Wir machten dann, in Songea angekommen, einen Intensivrundgang durch die neuen Gebäude und ich erfreute mich am Anblick der Kinder, die um die Wette strahlten :-) Morgen findet die Eröffnungsfeier statt. Ich bin gespannt.

So long,
Stefanie