Wir sind da flexibel

Halleluja, das Wasser fließt heute wieder. Das hat gleich mehrere Vorteile:

1. Keine Katzenwäsche, heute gab es eine echte, kalte Dusche. 8)
2. Drei Tage mit heller Leinenhose in Afrika unterwegs, und jene präsentiert sich in neuen Farbabstufungen, zumindest so ab Knie abwärts. Ich habe sie jetzt waschen können (jaaaa, ich habe nur eine lange Hose dabei, und eine kurze, und eine Jeans. Jedoch habe ich erst hier festgestellt, dass meine T-Shirts farblich mit der kurzen, türkisblauen Hose nicht sooo harmonieren, und da erst am Montag eine Shoppingtour mit Sr. Pia geplant ist, muss ich eben waschen, logisch :D )
3. Man dreht den Hahn auf, und es kommt Wasser heraus. Das ist doch eine tolle Sache!

Peng, Puff, Auto futsch

In Vorbereitung auf Morgen, sind wir heute nach Songea zu den neuen Waisenhäusern, Schule usw. gefahren. Zu Fahrtbeginn lobten wir noch den guten, 18 Jahre alten Toyota, überholten einen liegengebliebenen Bus… dann rief Sr. Rosann „ooooh, this is me“. Wir wussten noch nicht recht, was sie meinte. Doch nur einen Bruchteil an Sekunden später war der gesamte Innenraum des Wagens voller Qualm und der Motor verließ uns. Wir schafften es noch bis zum Straßenrand, und halfen etwas nach. Auch ein derart große Auto lässt sich durch die Gegend schieben, und ich habe seit Peru da ja Erfahrung :-)

Wie gut, dass wir noch nicht allzu weit gekommen sind, sodass einer der hiesigen Arbeiter der Missionsstation mit einem anderen Wagen kam und wir umsatteln konnten. Wir (Sr. Pia, Sr. Rosann, Monique, Leon und ich) sind ja flexibel und nahmen alles mit Humor.

Pipi, Phonecard, KinderHaus

Wenig später war ich über die Gespräche um mich herum etwas verwundert. Alle redeten von „Pipi“, dabei wird dieses Bedürfnis hier doch ganz vornehm per „I need a bathroom“ ausgedrückt. Ein paar Lacher später war klar, „Pipi“ bedeutet soviel wie Süßigkeiten, die wir dann auch besorgten. Auch afrikanische Kinder freuen sich über Bonbons.

Wir schwärmten außerdem aus, um zwei Sim-Karten zu kaufen. In Songea gibt es jede Menge bunte Shops am Straßenrand, und jeder hat sich auf irgendwas spezialisiert. Mehr oder weniger. Es gibt viiiiiiele Stoffläden (wuaaaaah, ich freue mich auf’s Shopping. Hier finde ich sicher einen tollen Stoff, aus dem ich ein Kleidschen nähen kann :-) Nach meiner Dirndl-Selfmade-Challenge bin ich guter Dinge, dass hinzubekommen 8-) ), viele Läden, wo man Fahrräder kaufen kann (schade, dass ich mit dem Flugzeug hier bin ;-) ) und man sieht ständig eine Auswahl an Holzbettgestellen XD Ich mache am Montag mal ein paar Fotos.

Ja, wo war ich stehen geblieben? Achja, Sim-Cards. Die Tatsache, dass wir eine „Phonecard“ kaufen wollten, ist überhaupt nicht interessant. Aber die Zwischenüberschrift „Pipi, Phonecard, KinderHaus“ klang jetzt einfach so gut, da musste ich das einbauen ;-)

Wir machten dann, in Songea angekommen, einen Intensivrundgang durch die neuen Gebäude und ich erfreute mich am Anblick der Kinder, die um die Wette strahlten :-) Morgen findet die Eröffnungsfeier statt. Ich bin gespannt.

So long,
Stefanie

„Und vergessen Sie Ihren Fotoknips nicht“

Heute verweise ich auf meinen Beitrag im Stiftungsblog. Zum Lesen und Fotos gucken, bitte da entlang: patriziakinderhaus.wordpress.com

Dankeschön :-)

Hier aber noch ein paar eingeworfene Infos:

1. Kein fließend Wasser am heutigen Freitag, waaaaah, aber: Hakuna Matata!
2. Ich habe es getan: Ich habe tatsächlich an einer Messe der Benediktinerinnen teilgenommen. Das war wirklich ein Erlebnis. Also so mit Gesang, Psalm-Lesung usw. (in Swahili). Und wie ich da so neben Sr. Elisabeth möglichst andächtig herumstand und dem Gesang lauschte, raunt diese mir nur zu: „Sehr schräg, deren Gesang!“ XD

Lala Salama (Gute Nacht) aus Peramiho :-)