Wenn hinter Robben Robben robben, robben Robben Robben hinterher…

…und wenn sich der Fliegenschwarm darunter mischt, in dem hinter Fliegen Fliegen fliegen, dann prallen Welten aufeinander. Und wer jetzt denkt, ich hätte einen Sonnenstich, der irrt.

Welt 1: Ich – heute vor allem mit dem stets pulsierenden Drang, sich anzupassen und nicht negativ auffallen zu wollen
Welt 2: koreanische Nonnen in Afrika – mit Fotoapparat :-)
Welt 3: Klosterleben – gestern vor allem in einer neuen Tiefe wahrgenommen (und wenn man andächtig vor Gott treten möchte, sollte man vorher nicht Sätze lesen wie „Wenn hinter Robben Robben robben“, schon gar nicht, wenn man zuvor eine Stunde lang beim Abendessen endlich die Möglichkeit hatte mit Sr. Gertrud zu sprechen und am Ende nur am kichern war, haha)
Welt 4: eine junge Frau, die Afrika in sich aufsaugen will (nicht ich!)
Welt 5: Tansania

Man nehme alle Welten, mische sie, rühre kräftig um (z.B. durch eine Fahrt über Berg und Tal zum Nyasa-See; ich hatte die Höhe und die schwüle Luft heute nicht gut vertragen) und man erhält das Kuddelmuddel in meinem Kopf.

Heute unternahmen wir nämlich einen Ausflug zum ca. 3 Stunden entfernten Mbamba Bay am Nysasa-See und auf der Rückfahrt besuchte ich eine Freundin in Kigonsera. Sie ist dort als „Missionarin auf Zeit“ für ein Jahr in einem Health-Care-Center tätig und hat z.B. ihren Laptop daheim gelassen, da sie „back to the roots“ auf Briefpost setzt.

Ein paar Eindrücke von heute:

Ich war spätestens nach diesem Besuch überfüllt mit Eindrücken und wollte nur noch „Heim“ und hatte keine Kraft mehr, noch Einrichtung XY anzuschauen. Die Schwestern schon, und ich musste mich selbst ermahnen, jetzt einfach ganz entspannt zu sein (ich wollte die Komplet nicht verpassen! Die fand dann heute aber eh nicht statt, haha). Dann hatte ich meinen Zimmerschlüssel auch noch zunächst nicht finden können. Ein kleines Gebet zu Gott entspannte mich dann, ich fand den Schlüssel und alles war gut :-) Und ich hatte ein wunderbares Gespräch mit Sr. Rosann.

Mein learning: Stefanie, keep calm, mache die Augen zu und lasse Dich fallen. Lächle, wenn Dich die zwei entzückenden Schwestern etwas nervös machen, konzentriere Dich, wenn Du beim Einmarsch in die Kapelle kichern musst, akzeptiere, dass jeder Mensch andere Motive hat, wenn er außergewöhnliches wagt, und dabei weder das eine noch das andere höher zu bewerten ist. Und entspanne, wenn sich Pläne ändern und Du nicht weißt, warum Du gerade dort bist wo Du bist, weil um Dich herum nur Swahili gesprochen wird und keiner konkrete Auskunft gibt. Mache die Augen zu und wieder auf und genieße Tansania! So wie die ganze vergangene Woche. Verzeih‚ Dir selbst öfter und vertraue.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.